Modell Leben Erfurt 10. bis 12. Februar 2023

16.01.2023

In knapp vier Wochen ist es soweit:

Auch in diesem Jahr ist der MOBA Fachpartner der Messe Erfurt bei dieser Ausstellung im Modellbahnbereich. Neben dem MOBA – Stand präsentieren wir im Jahr 2023 wieder neue Anlagen verschiedener Spurweiten in der Messehalle 3.

Zum ersten Mal in der Öffentlichkeit zu sehen ist die Anlage „Lidanfürth“. Der Erbauer Hans Konink von der Gruppe „Model 4 Rail“ aus den Niederlanden hat sich der Baugröße TT verschrieben.

Die TT-Modellbahn „Lidanfürth“ hat das Thema der ehemaligen DDR kurz nach der Wende. Das Hauptthema ist die Getreideernte vom Land bis zum Transport auf der Schiene. Besonders die Rangierarbeiten von und zu der Getreidefabrik sorgen für viel Aktivität auf der Anlage.

Der größte Teil des rollenden Materials stammt aus der ehemaligen DDR-Zeit wie die berühmten Ludmillas und das Trabiauto. Die Anlage wird durch einen Hintergrund in der Mitte getrennt, Sie kann somit von zwei Seiten betrachtet werden und zeigt eine hoch liegende Hauptlinie und tieferliegende Abstellgleise.

Eine weitere Anlage der Spurweite TT bringt der OMC Gera mit nach Erfurt. Die TT – Modelleisenbahnanlage „Neuenstein“ stellt auf einer Fläche von 6 m x 1,5 m die charakteristische Landschaft ihrer Heimat im thüringisch-sächsischen Grenzland dar. Auf einer zweigleisigen Hauptbahn findet ein reger Fernbahnbetrieb statt, während es auf einer eingleisigen Nebenbahn eher gemütlich zugeht.

Auf der linken Seite befinden sich die ausgedehnten Gleisanlagen eines Durchgangsbahnhofes der Hauptbahn mit großzügigen Güter- und Lokbehandlungsanlagen. Unmittelbar hinter dem Empfangsgebäude beginnt das Stadtgebiet des fiktiven Neuensteins.

Foto: Helge Scholz

Auf der rechten Anlagenseite sieht man in einem ausgedehnten Waldgebiet einen weiteren, deutlich kleineren Bahnhof der Hauptbahn. Von diesem zweigt eine Schmalspurbahn ab, deren Betrieb inzwischen jedoch eingestellt wurde. Ein imposantes Viadukt überspannt das Tal, in dem 20 cm unter dem Niveau der Hauptstrecke eine eingleisige Nebenbahn fährt. Ein im Tal befindlicher Steinbruch wurde dem Anschein nach wohl schon seit vielen Jahren aufgelassen. Nach hinten wird die Landschaft durch eine selbstgemalte Hintergrundkulisse abgeschlossen.

Die weiteste Anreise haben die Eisenbahnfreunde Breisgau aus dem Raum Freiburg. Sie bringen auch das größte Exponat mit nach Erfurt.

Die vorgesehene Anlage belegt eine Fläche von 198 m² und setzt sich aus 50 Modulen zusammen, die eine Gesamtlänge von über 60 m haben. Zu sehen ist eine 2-gleisige, elektrifizierte Hauptbahn. Sie besteht an einem Ende aus dem Kopfbahnhof „Zollhaus“, das andere Ende mündet in den verdeckten Abstellbahnhof „Neuburg“. In beiden Bahnhöfen werden die Triebfahrzeuge vorbildgerecht umgesetzt. Dazwischen liegen der mehrgleisige Unterwegsbahnhof „Kirchberg“ und ein Fabrikanschluss. Die eingesetzten Fahrzeuge entsprechen der Epoche 3, schwerpunktmäßig sollen Altbau E-Loks gezeigt werden. Vorgeführt werden neben vorbildgerechten Zuggarnituren auch die damals noch üblichen sogenannten Übergaben. Mit kurzen Übergabezügen werden Güterwagen an diversen Ladestellen und Anschließern zugestellt beziehungsweise dort abgeholt.

Eindrucksvollen Modellbau in Spur 0 zeigen die Spur-0-Freunde aus Worms. Die Anlage bietet einen abwechslungsreichen Nebenbahnbetrieb mit dampfgeführten Wendezügen und Triebwagen. Neben dem hervorragenden Modell- und Landschaftsbau beeindruckt besonders die gelungene, wie aus einem Guss wirkende Farbgebung von Gebäuden, Landschaft und Fahrzeugen.

Gérard Hendrickx zeigt seine Anlage „Tramstraat 1930“ dem interessierten Besucher bei dieser Ausstellung. Die Anlage zeigt die Situation von dem Bahnhofsgelände im Jahr 1930 in Eindhoven. Es betrifft hier eine Überlandstraßenbahn mit der Spurweite von einem Meter. Die Anlage ist nach dem konkreten Vorbild in Eindhoven (NL) gestaltet. Die damalige Situation ist kompromisslos 1:1 nachgebildet. Neben der Recherche nach geeigneten Vorbildaufnahmen und Bauzeichnungen bestand die Schwierigkeit auch darin, die richtigen Herstellungsmethoden zu finden. Alle Gebäude sind dann in AutoCAD gezeichnet und nachher CNC-gefräst. Auf diese Weise ist es gelungen, die Atmosphäre von 1930 gut zu treffen und eine Anlage darzustellen, die eine städtische Geschichte Anfang des 20. Jahreshundert erzählt.

Eine digitale 3-Leiter-Segmentanlage bringen die Lippstädter Eisenbahnfreunde mit nach Erfurt.

Die Anlage besteht aus einer doppelgleisig liegenden Acht mit Industrie- und Abstellgleisen sowie einem großen Schattenbahnhof. Der Betrieb ist voll digitalisiert. Sie stellt eine Mittelgebirgslandschaft mit großem Steinbruch und Industriegebieten – ohne Bahnhof dar. Eine Hintergrundkulisse rundet den Gesamteindruck ab.

 

Teilnehmer:

    • Eisenbahnfreunde Breisgau e.V.
    • Gérard Hendrickx
    • Gleisrotte 23
    • Lippstädter Eisenbahnfreunde e.V.
    • Model 4 rail (NL)
    • Modelleisenbahnfreunde Remchingen e.V.
    • OMC Gera e.V.
    • Spur-0-Freunde Worms
    • Verein für Berlin Brandenburgische Stadtbahngeschichte e.V.

 

Kommen Sie nach Erfurt. Es lohnt sich.