| JHV 2010 - Der Steinbruch |
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MOBA-Jahreshauptversammlung 2010 in Hemer
Vorankündigung
Dort wo Sie ab dem 17. April 2010 den "Zauber der Verwandlung" erleben können, richten wir in diesem Jahr unsere Jahreshauptversammlung aus. In der Landesgartenschaustadt Hemer treffen wir uns vom 24. bis 26. September. Als besonderen Höhepunkt dieses Wochenendes bieten wir am 24. September eine Betriebsbesichtigung der Firma Rheinkalk im Werk Hönnetal an.
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Zur Entstehungsgeschichte
Alles begann vor mehr als 350 Millionen Jahren, im oberen Mitteldevon, als im Bergischen Land und im sauerländischen Hönnetal, kalkbildende Tierarten verendeten und so riesige Kalksteinvorkommen bildeten.
Im Süden der Stadt Menden liegt in Oberrödinghausen das Rheinkalk–Werk Hönnetal. Der abgebaute Massenkalk ist dort etwa 600 Meter mächtig und durch hohe Calciumkarbonat–Gehalte gekennzeichnet. Dadurch ist die Kundenversorgung mit Qualitätsprodukten für die nächsten Jahrzehnte gesichert.
Vor mehr als 100 Jahren begann im Hönnetal der Abbau des Kalksteins zur industriellen Versorgung der Stahlwerke an Rhein und Ruhr. Bei Temperaturen zwischen 900 °C und 1.200 °C werden aus dem Naturprodukt Kalkstein, hochwertige Branntkalkprodukte in gleichbleibender Qualität erzeugt. Mit hoch entwickelten Brennverfahren und verschiedenen Ofensystemen können alle Qualitätsanforderungen der Kunden erfüllt werden. Zu den wichtigsten Abnehmergruppen von Rheinkalk gehören die Eisen- und Stahlindustrie, die Chemische Industrie, die Bauwirtschaft, die Land- und Forstwirtschaft und der Umweltschutz.
Die Werke Hönnetal und Wülfrath–Flandersbach, sind die größten Werke von Rheinkalk und liegen logistisch günstig zu den Industriezentren an Rhein und Ruhr.
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Hier nun ein kleiner Vorgeschmack auf das, was den Besucher erwarten wird. "Der Steinbruch"
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Mit einem Bus fahren wir zu der Abbaustätte, dem Steinbruch. Im gesamten, zur Zeit ca. 1,5 km² großem Steinbruchgelände herrscht Linksverkehr, da der Fahrer des Monster–Lkw so besser die Bruchkanten einsehen kann.
Mitten im Steinbruchgelände befindet sich ein 22 Hektar großes Sedimentbecken. Dieser grün schimmernde See mit seinen fast 80 Meter Tiefe, wirkt wie ein "kleines Meer" im Hönnetal.
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Hier im Steinbruch ist alles ein wenig größer als im normalen Straßenverkehr. Ein Lastwagen, zum Abtransport der Kalksteine, wiegt satte 52 Tonnen und kann bis zu 85 Tonnen Material transportieren. Pro Stunde verbraucht dieser Riese, wenn er bergab fährt, 80 Liter Diesel, Bergauf braucht er gut das Doppelte. Beladen wird der Lastwagen mit einem Radlader, der mit einer Schaufelladung 20 Tonnen oder 11 Kubikmeter Gestein auflädt. Zum Schutz gegen scharfkantige Steine, fährt der Radlader mit Ketten bespannte Reifen. Diese überdimensionalen "Schneeketten" kosten mehrere tausend Euro pro Stück und wiegen soviel wie ein Kleinwagen.
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In Kippstellung ist die Ladefläche des Lkw höher als ein Einfamilienhaus.
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Hier sitzt der Fahrer im Obergeschoss.
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Außerdem gibt es einen Bagger der mit Strom betrieben wird. Dieser Bagger ist so groß, dass ein Mensch darunter her gehen kann.
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Seit 1989 ist er im Steinbruch Hönnetal im Einsatz und hat schon über 38.000 Betriebsstunden auf der Uhr. Elektrobagger "RH90C" von O&K, wird mit 6000 V betrieben. Stolze 170 Tonnen Eigengewicht bringt er auf die Waage. Mit einer Schaufelladung bewegt er gut 10 m³ Material. Vor dem Bagger steht unser Messebeauftragte K.-F. Ebe mit einer Größe von etwa 1,72 m.
In Terrassen mit 20 Meter hohen Felswänden ist der Steinbruch angelegt. Die Bruchkanten werden mit großen Felsbrocken kenntlich gemacht. Zweimal in der Woche wird gesprengt, dazu werden 20 Meter tiefe Löcher, senkrecht in das Gestein gebohrt und mit Sprengstoff verfüllt. Nach dem großen "Knall" liegen dann wieder hunderte Tonnen Gestein zur Weiterverarbeitung bereit. Auf diese Art werden jährlich rund 3,3 Mio. Tonnen Kalkstein abgebaut. Täglich ändert der Steinbruch so sein Aussehen. Nachdem ein Radlader einen Lkw beladen hat, fährt dieser mit rund 80 Tonnen Material zum Steinbrecher. Nach dem Abkippen in einen Trichter werden die großen bis zu 2 Tonnen schweren Felsbrocken im Steinbrecher in kürzester Zeit zu handlichen Stücken zerkleinert.
Nachdem wir uns den Steinbruch angeschaut haben bringt uns der Bus dann zurück zum Rheinkalk–Werk Hönnetal in Oberrödinghausen. Hier besuchen wir die Produktionsstätte "Kalkwerk".
Eines aber sei jetzt schon zu erwähnen: Wer an der Besichtigung teilnehmen möchte, sollte nicht im guten Anzug erscheinen. Jeder weiß, "wo gehobelt wird da fallen auch Späne" und im Steinbruch staubt es bei trockenem Wetter und bei Nässe ist es matschig. Deshalb noch einmal der Hinweis:
Festes Schuhwerk und bequeme Kleidung anziehen!
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Schmalspur–Dampflokomotive Nr. 78 |
| Berliner Maschinenfabrik |
| | vorm. Louis Schwarzkopf |
| 10695 |
| 1937 |
| 75 PS |
| 750 mm |
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Diese Maschine war im Werk Hönnetal der "Rheinisch–Westfälischen–Kalkwerke AG" bis 1969 im Dienst. Sie wurde für den innerbetrieblichen Transport verwendet und zeichnete sich durch gute Anzugskraft, Schnelligkeit und Flexibilität aus.
Diese Dampflokomotive 78, die einst Loren mit Kalksteinen aus dem Steinbruch ins Werk beförderte, steht heute aus Ausstellungsstück vor der Hauptverwaltung.
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| Text & Fotos: Wolfgang Ebe |
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