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Jugendfreizeit 2009 - Nachlese PDF Drucken E-Mail
Erste Internationale MOBA-Jugendfreizeit in Oberkirch/Baden
vom 2. bis 8. August

Sechs französische und zwölf MOBA-Jugendliche trafen sich eine Woche lang zum Gedankenaustausch und um gemeinsam bahnrelevante Unternehmungen durchzuführen.

Anreise und Bachfest

Sonntag, den 02.08. Herzlich willkommen in Oberkirch!
Aus allen Teilen Deutschlands trafen die Teilnehmer im Laufe des Nachmittags ein und bezogen ihre Zimmer im Jugendquartier "Kasino" in Oberkirch/Baden. Nach dem ersten gemeinsamen Abendessen ging es in die Stadt. Den mittelalterlichen Ortskern durchfließt ein kanalisierter Bach, an dessen Ufern das Oberkircher Bachfest stattfand. Gute Musik, heißes Essen und kalte Getränke wurden geboten. Auf dem Heimweg setzte starker Regen ein. Frisch geduscht kamen wir im Jugendquartier an.

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vor dem Eingang des Jugendquartiers ""Kasino"
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Friedrich, Marcel, Johannes und Nico auf dem Bachfest
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Papier, Minigolf und LGB

Montag, den 03.08.
Ein sehr umfangreiches und wohlschmeckendes Frühstück wurde uns vom Küchenpersonal zubereitet. Danach wanderten wir durch den Ort zur Papierfabrik Koehler. Der ehemalige Sicherheitsverantwortliche der Firma, Herr Blume, und ein weiterer Mitarbeiter führten uns in zwei Gruppen durch den Betrieb. Die Führung war sehr aufschlussreich. Unsere Jugendlichen staunten, wie aus Zellulose Papier in verschiedenen Farben und Stärken entstand. Weitere Informationen über die Firma Koehler finden Sie im Forum 4/2008 auf Seite 21. Nach einem preisgünstigen Mittagessen in der Kantine des Werkes ging es zum nahe gelegenen Minigolfplatz, der im schönen Stadtpark von Oberkirch liegt. Nach einer Runde Minigolf besuchten wir noch das Anwesen von Roland Seiler, dem ersten Vorsitzenden der heimischen Modellbahnfreunde Renchtal. Die im Vorgarten aufgebaute sehenswerte LGB-Anlage wurde uns in Betrieb präsentiert.

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LGB im Vorgarten von Roland Seiler
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Minigolf spielen macht Spaß!
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Tunnel, Triberg und Toilette

Dienstag, den 04.08.
Unser Wandertag! Mit der Schwarzwaldbahn fuhren wir von Offenburg nach Triberg. Von Hornberg bis Triberg steigt die Strecke um 232 Meter an und durchquert achtzehn Tunnel. Dieses Streckenstück wollten wir zurücklaufen. Direkt am Bahnhof Triberg beginnt der Gutach-Talweg entlang der Schwarzwaldbahn. Vier Auf- und Abstiege waren auf der zwölf Kilometer langen Wanderung zu bewältigen. Nach drei Stunden Laufzeit erreichten wir unser Ziel Hornberg. Im Ort befindet sich die Firma DURAVIT, Hersteller von Sanitärartikeln. Vor der größten Toilette der Welt musste natürlich ein Erinnerungsfoto gemacht werden. Im schattigen Biergarten der ortsansässigen Ketterer- Brauerei legten wir eine Pause ein. Kühle Getränke waren der Lohn für die vorausgegangenen Strapazen. Mit der Bahn fuhren wir um am späten Nachmittag nach Oberkirch.

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strapaziös war es schon
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in Niederwasser hatten wir ¾ des Weges zurückgelegt
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Bus, Dampf und Mini-Welten

Mittwoch, den 05.08.
Heute wurde früh aufgestanden, denn um 7:30 Uhr stand der Bus vor der Tür. Über die Höhen des Schwarzwalds fuhren wir Richtung Villingen/Donaueschingen. Eine Viertelstunde vor Abfahrt des Dampfzuges erreichten wir den Ausgangsbahnhof Blumberg-Zollhaus. Wir waren an der Wutachtal-Museumsbahn, auch "Sauschwänzlebahn" genannt. Letzter Wagen, letztes Abteil, das hieß: freier Blick von der Plattform auf die Strecke und die Landschaft. Auf Hin- und Rückfahrt wurden vier große Brücken und sechs Tunnel über- bzw. durchfahren. Der einzige Kehrtunnel Deutschlands war auch dabei. Er ist 1700 Meter lang, seine Durchfahrtzeit betrug vier Minuten. Nach 25 km erreichten wir Weizen. Dort setzte die Lok um, nahm Wasser und kuppelte direkt vor unserem Wagen an. Die 86 333 war sehr gut gepflegt und bot uns auf der anschließenden Bergfahrt einen tollen Dampfloksound.
Das war Nebenbahnromantik pur wie vor 50 Jahren! Ein besonderes Erlebnis für die Jugend von heute. Ein kurzer Besuch des quot;Sauschwänzlebahn-Museums" im Bahnhof Zollhaus beendete diesen ereignisreichen Vormittag. Weiter fuhren wir durch den Hochschwarzwald nach Gütenbach zur Firma Faller. Die Ausstellungsräume sind an jedem Mittwochnachmittag bis 17 Uhr geöffnet und können kostenlos besichtigt werden. Faller-Mitarbeiter Björn Fehrenbach gab uns einen kurzen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung der Firma und führte uns anschließend durch die Ausstellung. Zum Schluss gab es für jeden noch eine Tragetasche, gefüllt mit Katalog, Bausatz und Kleber. Die Busfahrt durch das Simonswälder Tal und die Oberrheinebene verging wie im Flug. Pünktlich zum Abendessen um 18:30 Uhr waren wir wieder in Oberkirch.

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Gruppenbild mit Dampflok
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love me tender, love me so
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Hausach, Hitze, Haslach

Donnerstag, den 06.08.
Nachdem wir in den letzten zwei Tagen die Schwarzwaldbahn im Maßstab 1:1 kennen gelernt hatten, besichtigten wir heute das Modell im Maßstab 1:87. Mit der Ortenau-S-Bahn fuhren wir direkt von Oberkirch bis Hausach. Gegenüber dem Bahnhof befindet sich die Halle der Schwarzwald-Modellbahn. Informationen zum Bau und Betrieb erhielten wir von Herrn Panzer, dem Initiator und Besitzer der Modellbahn. So legt zum Beispiel jeder Zug vom Schattenbahnhof am Eingang bis zum Schattenbahnhof im hinteren Teil der Halle eine Strecke von 1300 Meter zurück. Die Tagesleistung liegt bei 8,5 Kilometer pro Lok. Gepflanzt wurden auf der Anlage 85000 Laub- und Nadelbäume. Mit Schauen, Staunen und Fotografieren waren unsere Jugendlichen nun zwei Stunden lang beschäftigt. Die Schwarzwald-Modellbahn ist eine wirklich sehenswerte Anlage. Sie beinhaltet nur ein Motiv, ist landschaftlich detailliert gestaltet und von authentischen Zügen befahren. Dieser Donnerstag war der bisher heißeste Tag der Woche. Über 30 Grad im Schatten. Das Silberbergwerk "Segen Gottes" liegt hoch am Hang über Haslach. Eine halbe Stunde Gehzeit braucht man vom Bahnhof bis dort hin. Das letzte Stück steil bergauf und der ganze Weg schattenfrei! Oben angekommen erwarteten uns zwei Bergwerksführer. Nach dem Umziehen (Stiefel, Jacke, Helm) ging es weiter bergan bis zum Mundloch des Stollens. Angenehme acht Grad strömten uns aus der Tiefe entgegen. Eineinhalb Stunden dauerte die Führung durch die Geschichte des Silberbergbaus. 70 Meter höher kamen wir aus dem Stollen heraus. Die Hitze hatte uns wieder.

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Abendstimmung im Modellbahnhof Triberg
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vor dem Einstieg ins Silberbergwerk
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Rummel, Rheinfahrt, Rebenbummler

Freitag, den 07.08.
Freiburg liegt in der Region mit den höchsten Temperaturen Deutschlands. Das merkten wir auch an diesem Tag. Mit dem RE fuhren wir von Offenburg nach Freiburg. Ein Stadtrundgang mit dem Stationen Rathaus, Martinstor, Schwabentor und Münsterplatz schloss sich an. Auf letzterem war Wochenmarkt. Der ganze Platz voller Stände und Menschen. Es wurde noch heißer. Wir zogen uns in das kühle Freiburger Münster zurück. An mehreren Stellen war der Sakralbau eingerüstet aber das störte uns nicht. Mit der Breisgau-S-Bahn erreichten wir am frühen Nachmittag Breisach. Unser Schiff wartete schon. Die einstündige Fahrt auf dem Rhein bei Bilderbuchwetter war für uns alle ein Erlebnis. Am Bahnhof Breisach wartete schon der Triebwagen der Kaiserstuhlbahn, um uns nach Riegel zu bringen. Dort ist der "Rebenbummler"-Zug der Eisenbahnfreunde Breisgau abgestellt. Der erste Vorsitzende des Vereins, Herr Othmar Huppmann, in Vertretung des erkrankten Regionalbeauftragten Roland Scheller, erklärte uns die Aufgaben des "Rebenbummlers" und die technischen Besonderheiten der einzelnen Wagen. Ab Riegel DB fuhren wir mit dem RE zurück nach Offenburg.

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gemütliche Rheinfahrt
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es war heiß am Rebenbummler
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Auswahl und Abreise

Samstag, den 08.08.
Das MIWULA Hamburg hatte, wie auch im letzten Jahr, drei Eintrittskarten und mehrere DVD’s für die MOBA-Jugendfreizeit gespendet. Dafür an dieser Stelle meinen herzlichen Dank! Nach dem Frühstück fand die Verlosung der begehrten Artikel statt. Das Foto auf dieser Seite zeigt die glücklichen Gewinner. Nach und nach verließen die Jugendlichen das Jugendquartier in Oberkirch. Die letzten Teilnehmer fuhren kurz nach Mittag vom Bahnhof aus ab.

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Glückwunsch an die Gewinner
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Abschied von Oberkirch
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Fazit

Erst einmal ein großes Dankeschön an die Mitglieder der Modellbahnfreunde Renchtal. Die Gruppe um Roland Seiler half, wann immer es nötig war. Auch die Betreuung im Haus war hervorragend. Saubere Zimmer, gutes, reichhaltiges Essen und Veranstaltungstipps für den Abend, dafür war Hausverwalter Wolfgang Rathmann zuständig. Die Verständigung zwischen den deutschen und französischen Jugendlichen gelang, dank Dolmetscher Heinz Frölicke, sehr gut. Eine Fortsetzung der deutsch-französischen Kommunikation auf Modellbahnebene ist erstrebenswert. Dieser Ansicht ist auch Pierre LHERBON, Leiter der französischen Gruppe. Das Programm kam bei allen Jugendlichen gut an, von allen wurde eine Fortsetzung der MOBA-Jugendfreizeit im nächsten Jahr gewünscht.

Text & Fotos: Helmut Liedtke

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Schluss
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